Gemeinsam unterwegs sein - die Jakobsleiter - 40 Quadrate
Ausstellung
in der kath. Kirche
St. Peter und Paul in Nürnberg
Künstler: Reinhard G. Bienert, Künstlername EZIMO
Infos: Tel. 0911/ 262664 und Handy 0171/2758651
AFRIKA-ASIEN-AMERIKA- eine Bilder-Welt-Reise
Uschi Faltenbacher und Reinhard Bienert stellen in der
Maximilians-Augenklinik, Nürnberg aus.
Erlenstegenstr.30, bis 31. Oktober 2010,
täglich geöffnet auch sonntags,14 - 19 Uhr
In der Doppelausstellung begegnen sich zwei künstlerische Temperamente, die ein großes gemeinsames Thema haben: die Reise und - damit verbunden - die Begegnung mit anderen Kulturen.
Uschi Faltenbachers Acrylgemälde leben vom Klang expressiver Farben. Während sie in ihrem Zyklus “Süden” ein heiteres mediterranes Lebensgefühl zelebriert, steigern sich in ihren Indienbildern leuchtende Töne umso mehr in ihrer Intensität. Mit einer geradezu tropischen Palette, inspiriert u. a. von der exotischen Pracht der Saris, sucht die Malerin die Extreme und Widersprüchlichkeiten des indischen Subkontinentes einzufangen. Da gibt es blaue Elefanten, Tempeltänzerinnen in feurigem Rot oder in gleißendem Gold erstrahlende Götterstatuen.
Reinhard G. Bienert kann man als Weltenkünstler bezeichnen. Bei ihm gehen Einflüsse unterschiedlicher Kulturen eine lebendige Symbiose ein. Der Schamanen-Künstler, der sein Pseudonym EZIMO von einem Medizinmann verliehen bekam, kreiert seine ekstatisch aufgeladenen Kompositionen aufgrund prägender Erfahrungen beim nigerianischen Volk der Igbo. Wilde, rohe Formen tanzen über die Leinwand - einzig gebändigt vom Gestaltungswillen des Malers, der sein Schaffen der spannungsgeladenen Polarität von Leben und Tod verschrieben hat.
Bei aller formalen Unterschiedlichkeit verkörpern Faltenbacher und Bienert zwei Seiten ein und derselben Medaille. Beide Male ist es die eigene, vertraute Zivilisation, die mittels freier Malerei wie ein zu eng empfundenes Korsett abgestreift wird. Auf der einen Seite gibt es ein Bedürfnis nach unerfüllter Harmonie, auf der anderen Seite eine primitivistische Suche nach dem Urgrund des Lebens. Es handelt sich um zwei Wege jenes vielschichtigen romantischen Empfindens, das sich durch die Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts zieht und das bis heute, nach dem ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts, nichts an Faszination verloren hat.